
7. Etappe von Kaltern nach Arco
Bei erneut bestem Radlwetter machten sich die 1200 Fahrer, oder das was übrig geblieben war auf die letzten 117 km der Etappenrundfahrt. Es warteten zwar nur 2200 Höhenmeter auf uns, aber jeder hatte ganz bestimmt relativ schwere Beine.
Gleich nach 500 Metern ging es in Kaltern unseren Mendelpaß hoch, den Chris und ich schon in und auswendig kannten, da wir letztes Jahr im Frühjahr hier gemeinsam etliche K3 Einheiten trainierten.
Unser Plan heute war, dass wir den 1. Berg schneller angehen, als die Tage zuvor. Diese Rechnung ging bis zum Mendelplatteau voll auf Bei der 1. Abfahrt wäre mir beinahe die Flasche aus dem Halter geflogen, da irgendwas vom Carbonflaschenhalter abgebrochen war.
Mit Glück konnte ich die Flasche zwischen Pedal und Rahmen einklemmen und ein Fahrer aus Österreich blieb in der rasanten Abfahrt mit mir stehen und half mir die Flasche in den Halter zu heben. Ein Engel aus Salzburg!
Chris hatte mich Gott sei Dank schreien gehört und ich zog ihn dafür wieder an das Feld.
Der 2. Paß zum Andalo hoch, war dann leider nicht mehr so homogen und wir mussten ein wenig vom Gas runter.
Die letzten Höhenmeter drückten wir dann doch noch ganz gut weg und fuhren die geniale Abfahrt nach Arco in 4. Position hinunter. Dabei liessen wir uns dann nicht mehr überholen und fuhren überglücklich gemeinsam über die Ziellinie. An diesem Tag war es dann trotz allen Widrigkeiten zum Trotz die beste Tagesplatzierung für uns, d.h. Platz 19.
Geschafft, mit dem guten Gefühl ohne Sturz, Platten oder anderen Pannen die anspruchsvolle Tour geschafft zu haben.
Stolz und zufrieden mit einem guten Freund an der Seite!

6. Etappe von Ponte Di Legno nach Kaltern, zugleich Königsetappe der Tour Transalp
Bei bestem Radwetter starteten wir erneut um 9:00 Uhr aus der Startgruppe B und mussten nach einer Einfahrschleife gleich den ersten Paß in Angriff nehmen. Chris Leiter geht die Sache immer mit Köpfchen an und ich folge Ihm, bzw. fahre neben Ihm her.
Die schnellen Abfahrten sind zwar nicht ungefährlich, aber Chris fährt souverän voraus und ich schaue mir die Kurven meist noch vorher auf dem Garmin an. Das funktionierte heute wiederum Super, wobei ich am Gampenpaß noch viel Druck auf dem Pedal hatte.
Bei der Gampenpass-Abfahrt habe ich ein starkes Schlagloch erwischt und von da an, hatte ich ein großes Problem. Das Cube Super Lightning wurde sehr unruhig und ich bekam ein wenig Angst. Ich liess das Hinterrad von Chris abreissen und fuhr hinter einem Russen her, der es nicht so couragiert anging. Unten fragte mich Chris was los sei und ich berichtete Ihm mein Malleur.
Das Rennen wurde dann richtig hart, als wir noch einige Anstiege vor Eppan erklimmen durften.
Dabei ging mir das Wasser aus und wir befanden uns in einer 15-Mann Gruppe, wo so ziemlich alle richtig platt waren. In einem Flachstück vor dem Anstieg zur Kalterer Höhe bekamen wir dann doch noch jeder eine Cola von unserem Betreuer gereicht und dann ging mein Chris wieder ab, wie ein Starfighter. Wir ließen plötzlich die komplette Gruppe hinter uns und fuhren die letzten 15 Kilometer alles auf, was da noch so vor uns in Schlagweite war. Das ist schon beeindruckend, welche Kraftreserven man mit einem motivierten Partner und einer Cola aus einem geschundenen Körper noch rausholen kann.
Später im Hotel kontrollierte ich das Rad und bemerkte dass der Steuersatz wieder locker geworden ist. Das muss ich unbedingt morgen vor dem Start reparieren.
5.Etappe von Livigno nach Ponte Di Legno „Die beste Etappe“

Livigno war wie erwartet regnerisch und kühl, aber wie unser Betreuer Franz Zissler schon vermutete liess der Regen pünktlich zum Rennen nach. 5 Minuten vor dem Start rief uns Franz vom anderen Tal aus an und meinte wir sollten alles warme und Regenjacken dort lassen, weil es sehr warm und sonnig sei.
Beim 1. Anstieg merkte ich meinem Teampartner schon an, dass es heute wesentlich besser ging als die Tage zuvor. Mit dieser Vermutung lag ich vollkommen richtig, denn er zündete heute eine echte Rakete ab. Der von allen Fahrerinnen und Fahrern gefürchtete Mortirolo Pass war so ziemlich das
Härteste was ich bisher erlebt habe. Dieser Berg hat den Namen wahrlich verdient und wir bekamen am Anfang noch eine Cola von Franz gereicht, bevor es die 1300 Höhenmeter hinauf ging.
Für mich war es besonders hart, weil ich den Berg fast ausschließlich im Sitzen fahren musste.
Fast der komplette Anstieg ging nur steil bergauf, ohne Verschnaufpausen, wie tags zuvor das Stilfserjoch war dagegen ein Kindergeburtstag,weil man in den Kurven flach hinaus beschleunigen konnte.
Der Mortirolo war für meinen Partner Chris Leiter ein Genuß, weil es seine Temperaturen waren und er einfach immer guten Druck auf das Pedal brachte, sodass ich sogar zeitweise Probleme hatte ihm zu folgen. Mein Ehrgeiz und seine Übersicht ließen uns dann doch noch oben gut ankommen und nach einer Verpflegungsstelle tankten wir kurz Wasser und Gels auf und fuhren mit ordentlichem Speed die lange Abfahrt hinunter.
Dabei fingen wir ein paar Fahrer ein und mussten die letzten 17 Kilometer gemeinsam eine stets steigende Zielanfahrt treten. Chris führte dabei sehr viel und ich dachte schon dass er einen Einbruch bekommen könnte. Weit gefehlt, denn er stieg 5 Kilometer vor dem Ziel einem Ausreisserpaar hinterher und ich musste wohl oder übel mitgehen. Ich musste nur noch einmal in die Führung und Chris drückte die letzten 3,5 km ganz alleine die 4er Gruppe hoch. Zuletzt hängten wir sogar die beiden Anderen ab und fuhren überglücklich nach 4:06 Stunden ins Ziel von Ponte Di Legno.
Das war heute der erste richtige Renntag für unser Team Behindertensport Bayern.
So kann es weiter gehen.
Die 3. Etappe der Transalp führte uns heute von Ischgl über den Reschenpaß und die Vinschgauer Höhenstraße nach Naturns. Der Wetterbericht sollte auch wieder recht behalten, denn die vorausgesagten 33 Grad waren tatsächlich zu spüren, wenn man die Anstiege bei gleissender Sonne hochfuhr.
Unsere Teamtaktik ging heute leider nicht auf, die hieß vor dem Start dass ich die Anstiege alleine hochfahre und Chris Leiter als besserer Abfahrer bekannt mich wieder einholen sollte.
Leider hatte Chris heute einen rabenschwarzen Tag erwischt, weil er rießige Probleme mit seinem Magen hat.
Da wir uns sowieso nicht gegenseitig schieben können, dachte ich er wird schon wieder kommen.
Am Ziel angelangt hatte ich exakt 5 Stunden gebraucht, traute mich aber nicht über die Ziellinie zu fahren, weil unser Betreuer sagte, daß man eine Zeitstrafe bekommen würde, wenn der Teampartner länger als 5 Minuten nach mir ankommt.
Dem war aber nach 2maligem Nachfragen mit dem Zeitcontrolleur nicht so.
Trotzdem fuhr ich letztlich über die Linie und wartete 20 Minuten auf meinen Partner.
Macht trotzdem nix, morgen fahren wir gemeinsam hoch und runter und ich schaue halt nicht auf die Uhr und konzentriere mich auf die schöne Straße zum Stilfserjoch hoch.
Mitgegangen, mitgehangen, vielleicht beruhigt sich der Magen von Chris ja bis Morgen wieder und wir können einigermaßen schnell die 2 Pässe hochdüsen.

Zum 1.Mal bei der Schwalbe Tour Transalp dabei.
Nach vielen Problemen im Frühjahr sitze ich wieder fest im Sattel und trete mit meinem Teamkollegen, Christoph Leiter aus Penzberg kräftig in die Pedale.
Nach der 2. Etappe haben wir bei großer Hitze nach 5:10 Std. Ischgl erreicht. Bei dieser Etappe mussten wir 2 Pässe überwinden. Den Arlbergpass und die Bieler Höhe waren unter diesen klimatischen Bedingungen richtig schwer und ich musste kurz vor der Passhöhe sogar einmal anhalten um einen Muskelkrampf zu entspannen. Das ist mir noch nie passiert, aber das Gute war dass wir heil in Ischgl angekommen sind. Das kann man von einigen Anderen nicht behaupten, denn es gab wieder einige Stürze und auf der Bieler Höhe am Silvretta Stausee kollabierten scheinbar auch manche Fahrer.
Die hervorragend organisierte Veranstaltung finde ich trotz der Mühen immer noch erstklassig.
Morgen ist zwar die längste Etappe, aber dafür stehen nicht so viele Höhenmeter im Roadbook.
Hoffentlich erwischen wir eine gute Gruppe damit wir vielleicht ein paar Plätze gut machen können.
Momentan rangieren wir auf Platz 29, bei den Masters.
Viechtacher Kriterium war sehr schön, aber momentan ist der Akku etwas leer.
Diese Woche Regeneration und dann geht es weiter!
Erste Worldcup Teilnahme in Segovia (Spanien)

3. Deutscher Meister auf der Bahn 4000m Verfolgung
Bayernrundfahrt in Berching 2. Platz beim Einzelzeitfahren
3. Bayerischer Meister im Einzelzeitfahren
und fast Gesamtdritter beim Etappenrennen in Bilbo!
1 Woche Gran Canaria Trainingslager = Super Wetter!
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2009 war gut, Neues Jahr 2010 neues Glück!
Weltmeister bei den World Games of Mountainbiking in Saalbach/Hinterglemm
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Gewinner der Bergwertung bei den Hagschneider Mountain Masters!
Copyright © 2009 Wolfgang Stöckl