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Neuigkeiten und Presse
24 h Rennen von Kelheim ein Riesenerfolg
18.07.2011 05:38:33


24 Stunden Rennen von Kelheim ein voller Erfolg!




 




14 Tage nach der Transalp durfte ich mit 4 Freunden am 24 Stunden Rennen in Kelheim an den Start gehen. Wir waren alle hoch motiviert und wollten schon von Beginn an zeigen, dass wir zu den Besten in der Seniorenklasse zählen. Dabei wurde uns schnell klar, dass die Erstplatzierten (Photovoltiak Hackner I) eigentlich nicht zu schlagen sein werden. In deren Reihen war u.a. der Seniorenweltmeister im Zeitfahren Werner Hügel.  Der Kampf um Platz 2 wurde vom Team Maler Haumer&Ranftl TSV Langquaid und unserer Mannschaft HaBa-Ghost-Team schwer umkämpft. Die ersten Stunden trennten uns meist nur ein paar Sekunden, jedoch lief es bei uns in der Nacht nicht so gut und wir verloren Minute um Minute.




Am Sonntagmorgen hatte ich einen guten Tag erwischt, denn mir gelang es in meiner 10. Runde eine persönliche Bestzeit aufzustellen. Mit 25:41 Minuten kam ich zwar total fertig in den Zielbereich und wurde im Fahrerlager erst darüber informiert, was ich da vollbracht hatte.




Danach war ich wie aufgedreht und durfte auch zum Schluss noch einmal die allerletzte Runde drehen. Das war dann zwar nur eine 27:07, aber in dieser Ehrenrunde konnte ich mein Kettenblatt nicht mehr auf das kleine 39er schalten und musste die 2 Berge mit meinem 53er Blatt zu Ende fahren. Auf dieser Runde waren wir zwar nur zu Zweit unterwegs, aber es lief trotz allem sehr gut und ich genoss die Zielankunft sehr, weil mich meine Frau Christine und meine Tochter Alea und das ganze Team frenetisch empfingen. Das war besser als Ostern und Weihnachten zusammen.




Zum Schluss trennten uns nach 24 Stunden gerade mal 3 Minuten und 46 Sekunden. Unser Team mit dem Organisator und zugleich stärksten Fahrer Weis Zdenek (Sam) an der Spitze gefolgt von mir und Walter Frank, sowie Stephan Loew und Thomas Dommermuth, waren extrem stolz auf dem Sieger-Podest zu stehen und uns von den rund 2000 Zuschauern frenetisch feiern zu lassen.




Durch die extrem tolle Unterstützung der Zuschauer und nicht zuletzt durch Armin Wolf den überragenden Moderator dieser Spitzenveranstaltung war es heuer mein schönstes Erlebnis und wird für mich unvergesslich in Erinnerung bleiben.




Ein herzlicher Dank geht natürlich an Stenka Weis (Köchin und Mutter der Nation),Thomas Weis (Betreuer) und Thomas Schiller (Mister IPad) und unserem überragenden Physiotherapeuten Franz aus Karlsbad. Vielen Dank auch an alle Unterstützer, allen voran Walter Frank, Chef der Firma Glapor und Klaus Möhwald von der Firma Ghost!




 




Die Ergebnisse gibt es hier: http://www2.your-sports.com/details/results.php?lang=de&page=6&eventid=7951&contest=5&name=_09%7CTEAM%20Ergebnis&CertificateLink=1&format=view




 




 

Es geht immer weiter, egal wie schlimm die Aussichten sind!
12.01.2011 20:27:46

Ein halbes  Jahr voll mit Krankheit, aber jetzt geht es wieder los!


Am 02. November fuhr ich mit meinem Alltagsrad in die Arbeit und fiel so unglücklich auf meine rechte Schulter, dass ich meinen guten Arm am Nachmittag nicht mehr hoch bekam.  Eine Woche später stellte sich bei der Kernspin heraus, dass ein Teil der Supraspinatus Sehne abgerissen ist.


Mein Ansprechstation für solche Probleme ist  Dr. Dieter Heinold aus Freiburg, er kennt mich seit zig Jahren und ist mit meiner Situation bestens vertraut.  Er riet mir 10 Wochen physiotherapeutische Behandlung. An Weihnachten begutachtete er meine lädierte Schulter persönlich und riet mir, da die Schmerzen nach 8 Wochen noch sehr stark waren, mich doch unter das Messer zu legen.


Am 3. Januar wurde ich von seinem Spezialisten Dr. Drumm nochmals angeschaut und er entschied sich mich sofort am nächsten Tag in Freiburg zu operieren, damit ich aus der Sackgasse rauskomme.


Seit letzter Woche Dienstag befinde ich mich in der Mooswaldklinik in Freiburg und werde dort hervorragend betreut, wobei die ersten Tage richtig hart waren, bis man sich daran gewöhnt ohne Arme klar zu kommen. Zwei Tage nach der OP saß ich aber schon wieder auf einem Liege-Ergometer und steigere von Tag zu Tag meine Leistung bei meiner Rehabilitation. Die Therapeuten, Ärzte und Pfleger kümmern sich hervorragend um meine Person und ich fühle mich hier immer wohler.


Diese Saison ist zwar für mich wettkampftechnisch fast schon abgehakt, aber  es hängt letztlich davon ab wie schnell sich die Schulter belasten lässt, damit ich selbst an meinem Fahrradlenker abstützen kann. Momentan schwer vorzustellen, da ich mit so einem dicken Kissen rumlaufe und den Arm kaum belasten darf.


Ich traf heute meinen Doktor und der meinte um den Arm voll belasten zu können müsste ich bis zu einem halben Jahr warten. Getreu meinem Motto niemals aufgeben!


 

Erste Weltcup-Teilnahme geglückt.
21.06.2010 21:13:07

Am vergangenen Freitag startete nicht nur die Fußball WM in Afrika, sondern auch der Paracycling Worldcup der Behinderten Radrennfahrer in Spanien (Segovia). Leider mussten die 220  Athleten aus 25 Nationen bei strömendem Regen ihre Rennen bestreiten.


Zum ersten Mal mit am Start bei diesem hochklassigem Event war auch der Einarmige Bandit „Bow“ Stöckl.


 Beim Straßenrennen bewies ich gleich, dass ich mit den Besten der Welt mithalten kann. Es mussten 6 Runden a 13 km bewältigt werden, wobei der Regen und die 10 Grad Kälte allen Fahrern schwer zu schaffen machte. Die Ausreißversuche einiger Athleten wurden immer wieder von den starken Spaniern und Italienern zunichte gemacht.


In der 4. Runde probierte mein Teamkollege Wolfgang Sacher aus Penzberg einen Versuch sich vom Feld abzusetzen, und dies sollte von Erfolg gekrönt sein. Eine Runde zuvor hatten ein Italiener und ein Franzose die Flucht nach vorne gesucht und mit ihnen fuhr Sacher in der 5. Und 6. Runde eine Minute Vorsprung heraus.


Am letzten Berg wurde abermals attackiert und ich hatte leider das falsche Hinterrad und konnte dem Feld nicht mehr folgen.  Gemeinsam mit Allain Golaerts aus Belgien machten wir uns auf die Verfolgung, jedoch war mittlerweile der Wind so stark aufgekommen, dass es nicht mehr möglich war das Loch zum Feld zuzufahren.


Im Schlussspurt machte ich mal alles richtig und ließ dem Belgier 200 m vor der Ziellinie den Vortritt um dann nach einer rechts links Kombinationskurve mit einem sogenannten Sprinterloch die letzten 60 m an Alain Goolaerts vorbeizuziehen und mit einem 10 cm Vorsprung, den Sprint für mich entschied und damit den 14. Platz in meiner Klasse eroberte.


Am übernächsten Tag stand dann das abschließende Einzelzeitfahren auf dem Wettkampfkalender und hierbei durften wir Athleten über eine sehr flache Strecke von 22 km noch einmal beweisen, was wir im Kampf gegen die Uhr drauf hatten. Ich war gleich als Sechster auf der Startrampe und ließ es am Anfang richtig schnell angehen.  Ich überholte 3 Fahrer die im Minutentakt gestartet wurden und dachte mir ich wäre gut unterwegs. Leider waren es dann ein paar Sekunden zu viel um unter die ersten Zehn zu fahren, und er belegte den 13. Platz.


Letztendlich war ich ein wenig enttäuscht bei diesem sehr guten Fahrerfeld, das besetzt war wie bei einer Weltmeisterschaft, dass ich keinen Punkt für die Paralympics in London beisteuern konnte.


Ich bin mir aber sicher, dass ich noch schneller werde und meine Fähigkeiten noch besser zeigen kann in dieser Saison.


 


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Bahn 3. Deutscher Meister
10.06.2010 23:00:47

Dritter Deutscher Meister im Verfolgungsrennen über 4000m, auf der Bahn in Augsburg.


Beim ersten Rennen am vergangenen Feiertag regnete es draußen im Strömen.


Das störte die Deutsche Meisterschaft der Behinderten im Radsport in keinster Weise, außer dass es in der Augsburger Radsportbahn kalte 14 Grad hatte. Der für den VCC Pirk startende Rothenstädter, Wolfgang Stöckl war 3 Tage zuvor leicht erkältet und fuhr die 1000m Sprintdisziplin in einer für Ihn mittelmäßigen Zeit von 1:17min. „Dabei merkte ich noch die Erkältung in den Gliedern, jedoch glaube ich dass danach der Stöpsel rausgeflogen ist.“  Nach einer Pause standen schon die 4000m Verfolgung auf dem Wettkampfplan und dabei lief es viel besser. Er belegte mit der Zeit von 5:17min. die letztes Jahr noch für Stöckls ersten Deutschen Meistertitel reichte den 3. Platz. Mit 2 Sekunden Vorsprung sicherte sich Klaus Lungershausen (5:19)die Vizemeisterschaft. Mit einer überragenden Zeit von 4:55min. raste Wolfgang Sacher erneut auf den begehrten Deutschen Meistertitel.


Im abschließenden Teamsprint reichte es für Erich Winkler, Günther Grausam und Wolfgang Stöckl nur für den 4. Platz.


Am selben Tag ging es noch in die Schweiz nach Gippingen. Dort wurde ein Europacup im Paracycling bei strahlendem Sonnenschein und besten Temperaturen ausgetragen. Am Freitag belegte Stöckl, den das Team Cube Laface unterstützt, beim Einzelzeitfahren den 12. Platz. „Wenn ich mir einen groben Fahrfehler gespart hätte wäre ich sicher unter den besten 10 gewesen.“ Am Samstag wurde das abschließende Straßenrennen um 8:00 Uhr früh gestartet. Das war gut so, da es an diesem Tag noch sehr heiß wurde und die 80 Starter aus 14 Ländern mussten 6 Runden bewältigen. „Der 2 km lange Berg war der Hammer, ich dachte die 2 letzten Runden überstehe ich nicht mehr“.


In der 4. Runde ging dann erst richtig die Post ab, und er konnte den Ausreißern am Berg nicht mehr folgen. Im Verfolgerfeld war dann auch im Zielsprint nur noch der 13. Platz in einem erlesenen Fahrerfeld übrig. „Trotzdem war ich noch bester Deutscher in meiner Schadensklasse C5“.

Bayernrundfahrt Brerching Einzelzeitfahren
30.05.2010 12:59:23

Bayernrundfahrt Einzelzeitfahren in Berching am 29.05.10





Gestern wurde in Berching die 4. Etappe der Bayernrundfahrt ausgerichtet. Es war ein Einzelzeitfahren über 27,8 km und dabei mussten 2 knackige Berge bewältigt werden.


Der Veranstalter hat sich im Gegensatz zu den Jahren davor, dazu entschieden das Jedermann-Rennen auch als Zeitfahren durchzuführen.


Die Jedermänner kamen mittags an den Start, danach waren 8 Paracycler dran.


Im Anschluß kamen dann die Profis an den Start mitten am Marktplatz in Berching auf die Rampe.


Leider hatte ich an diesem Tag ein wenig Probleme einen fahrbaren Untersatz zu bekommen.


Sprich meine Eltern brauchten das Auto, welches ich mir meistens ausleihen kann, da ich nur 10 Fahrräder habe, aber kein Auto ist das immer ein organisatorisches Problemchen.


Eine Stunde vor meinem Start, war ich aber dann trotzdem in Berching angekommen und konnte mich doch noch eine Viertelstunde auf der Rolle mit meinem Cube Aerium HPC warm fahren.


Um 12:48 Uhr stand ich dann guter Dinge und voller Energie auf der Rampe. Ein fantastisches Publikum feuerte das Paracycling-Team an und man konnte sich gut vorstellen, wie sich so ein Profi dort oben fühlt.


Gleich die ersten Meter waren ziemlich anspruchsvoll, da ich ohne Prothese über das rumpelige Kopfsteinpflaster hoppelte. Ich merkte jedoch gleich, dass auf dem großen Blatt die letzten 3 kleinen Ritzel nicht sauber reingingen.(Da hätte ich doch wohl besser meinen Trainer nochmals schrauben lassen sollen.)


Dabei überlegte ich nicht lange und schaltete sofort auf das kleine Blatt, da der 1. Berg schon vor mir wartete. Es machte mir sehr viel Spaß trotz großer Anstrengung, aber die Zuschauer auf der Strecke waren zahlreich vertreten. Man kann sagen in jedem Dorf und an den Bergteilen waren lauthals anfeuernde und stark applaudierende Leute am Wegrand. Das motiviert ungemein, dass man das Gefühl hat man fährt ein km/h schneller.


Bei km 18 kam dann aber doch die Ernüchterung, denn das Führungsmotorrad für Wolfgang Sacher überholte mich und kurz darauf kam er an mir vorbeigeprescht. Wolfgang fährt einfach in einer anderen Liga und man kann nur den Hut ziehen,  wie der Paralympic-Goldmedaillen-Gewinner von Peking die enorme Anstrengung so locker aussehen lässt. 


Mit 76 km/h in der letzten Abfahrt rollte ich mit vollem Speed in Richtung Berching und freute mich die letzten Meter über die sturzfreie Fahrt und die tollen Zuschauer im Ziel.


Gleich im Anschluss, fand die Siegerehrung statt und da  merkte ich dann bald, dass ich doch nicht so schlecht war, denn mit 2:03 min. Abstand auf Sacher belegte ich den 2. Platz in einer Zeit von 43:48 min., vor Klaus Lungershausen, der mit 36 sec. Rückstand hinter mir ins Ziel gespurtet war.


Tilmann Rieger überreichte mir auf dem Podest einen Blumenstrauß und wir liessen uns dann von den jubelnden Zuschauern eine Weile feiern.


Danke für das hervorragend organisierte Rennen und viel Glück für das nächste Jahr, damit es im Jahr 2011 auch noch das letzte Etappenrennen in Deutschland geben kann.


Dann kommen wir bestimmt gerne wieder, versprochen Til.

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